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5. Vernetzungskonferenz am 04. März 2015

Wie wollen wir miteinander leben?
Neue Entwicklungen in Nachbarschaft und Wohn- quartier war das Thema der 5. Vernetzungskonferenz. 

 

Foto von links nach rechts: Christine Sendes (Zwar Zentralstelle NRW), Andrea Schmeißer Grete-Meißner-Zentrum, Prof.Reinhold Knopp, Anke Skupin (Stadt Schwerte), Renate Kruzinski (FreiwilligenZentrum - Die Börse) Brigitte Fritz (seniorTrainerin)

„Wie wollen wir miteinander leben?“ Antworten auf diese Frage bot am Mittwoch in der Rohrmeisterei nicht nur der Vortrag von Professor Dr. Reinhold Knopp von der Fachhochschule Düsseldorf, der seit vielen Jahren zum Thema Nachbarschaft und Wohnquartier forscht sondern auch der anschließende Austausch in einer Planungswerkstatt unter Interessierten und Aktiven aus der Schwerter Stadtgesellschaft.

Wie in jedem Jahr bot die Vernetzungskonferenz neben einem Vortrag, der über den Schwerter Tellerrand blicken ließ, die Möglichkeit miteinander zu diskutieren, sich kennen zu lernen und zu netzwerken.

Ein besonderes Anliegen des Vortrages aber auch des anschließenden Austausches war der Wunsch Kommunikationsräume im Wohnquartier zu halten. Ob die Eisdiele, der Bäcker mit Kaffeeausschank oder die kommunikativ aufgestellten Bänke auf Quartiersplätzen, Menschen brauchen und suchen soziale Beziehungen und Netzwerke. Und Kommunikation findet nicht im stillen Kämmerlein statt sondern braucht Orte, die im besten Sinn von Bürgerinnen und Bürgern besetzt werden, so Prof. Dr. Knopp.

 

Selbstorganisation und Bürgerengagement war deshalb auch ein wichtiger Aspekt des Abends an dem auch gleich Ideen sprudelten wie solche Räume geschaffen werden können. Da war die Rede vom Klappstuhltreffen, der direkt vorm Haus oder an anderen Orten aufgestellt werden kann. Aber auch der Hinweis, dass zukünftige Entwicklungen nicht auf die Bürgerschaft abgewälzt werden können und dürfen, führte zu Diskussionen. Bürgerschaft braucht Hauptamt und Hauptamt braucht Bürgerschaft, um die zukünftigen Entwicklungen von Altersarmut und den Anstieg von Pflegebedürftigkeit gemeinsam zu begegnen, so Prof. Dr. Knopp. Anfragen an die Stadt zu bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum und zu Pflegewohngemeinschaften im Quartier waren ebenso wie der Wunsch die Attraktivität für Kinder, Jugendliche und Familien im Quartier zu halten wichtige Anliegen des Abends.

Wer Interesse hat sich in Nachbarschaftsentwicklung und Quartiersgestaltung zu engagieren, ist herzlich eingeladen, das Angebot der Schwerter Freiwilligenakademie „Nachbarschaftsstifter“ auszuprobieren.

Informationen gibt es bei Anke Skupin, Stadt Schwerte, Tel:. 104-608 oder per E-Mail: anke.skupin@stadt-schwerte.de