Kopf

Hausaufgabenhilfe
in der Moschee

Einen wirklich wichtigen Beitrag zum Integrationsgedanken vor Ort leisten die sechs ehrenamtlichen Kräfte, die sich für die Hausaufgabenhilfe im türkisch-islamischen Kulturzentrum Diyanet in der Moschee am Beckenkamp engagieren. Diese Hausaufgabenhilfe in der Moschee kann als eine moderne Variante der Tradition betrachtet werden, dass eine Moschee nicht nur dem Gebet dient, sondern zugleich auch ein Ort des Wissens und des Unterrichts ist.

Es sind Gisela Albers, Rosemarie Glanz, Anna Koolmees, Margret Schmitz, Elisabeth Schulenkorf und Uwe Schindler, die jeweils zu zweit abwechselnd am Montag, Dienstag und Mittwoch für jeweils 90 Minuten in der Moschee türkischen Kindern bei den deutschen Aufgaben helfen. Primär sind es Kinder aus dem Grundschulbereich, die Unterstützung brauchen und diese in Anspruch nehmen. Das Problem, das eine solche Unterstützung wirklich notwendig macht, ist, dass viele Mütter, die die meiste Zeit mit den Kindern zu Hause verbringen, kein oder nur geringfügig Deutsch sprechen und deshalb diese Hilfe nicht leisten können.

Die Hausaufgabenhilfe bezieht sich auf den aktuellen Unterrichtsstoff, wobei Wert gelegt wird auf spielerisches Lernen und Spass an der Sache. So gibt es meist noch ein gemeinsames Spiel, wenn die Schularbeiten erledigt sind. Ganz beliebt sind „Stadt, Land, Fluss“ oder Ratespiele, wobei ausdrücklich auch türkische Begriffe erlaubt sind, die dann gemeinsam übersetzt und besprochen werden.

Im Grunde genommen, so sind sich alle Beteiligten einig, würden noch einige Ehrenamtliche mehr gebraucht, um diese Aufgabe zu erfüllen. Da die Kommunikation sich als nicht immer einfach erweist, ist die erforderliche Intensität der Arbeit eher in einer kleinen Gruppe gewährleistet. Wünschenswert wäre, insbesondere das Engagement jüngerer Menschen. Die Hilfe, durch zwei Schülerinnen, die leider mit Beginn der Abiturarbeiten ihren Einsatz vorerst beenden mussten, hat sich als sehr positiv erwiesen.

Als Anregung für alle, die sich eine solches Engagement auch für sich vorstellen könnten, ist hier abschließend festzuhalten, dass alle „Sechs“ einvernehmlich betonen, dass sie stets mit einem fröhlichen Herzen nach getaner Arbeit nach Hause gehen. Die menschliche Verbundenheit und die gemeinsame Freude mit den Kindern, wenn sich sichtbare Verbesserungen bei den Noten zeigen, sind allen mehr als Lohn genug.